DEKRA
nicetec netinsight – IT‐Finanzmanagement bei DEKRA – Transparenz und Steuerbarkeit globaler IT‐Services
Über DEKRA
Seit mehr als 100 Jahren steht DEKRA für Sicherheit. 1925 mit dem ur sprünglichen Ziel gegründet, die Verkehrssicherheit durch Fahrzeug prüfungen zu gewährleisten, hat sich DEKRA zur weltweit größten unabhängigen nicht börsennotierten Sachver ständigen ‐ or ganisation im Bereich Prüfung, Inspektion und Zertifizierung entwickelt. Heute begleitet das Unter nehmen als globaler Partner seine Kunden mit umfassenden Dienst leistungen und Lösungen, um Sicher heit und Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben. Im Jahr 2025 hat DEKRA einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro erzielt. Mehr als 48.000 Mitarbeitende sind in etwa 60 Ländern auf fünf Kontinenten mit qualifizierten und unabhängigen Expertendienstleistungen im Einsatz. DEKRA gehört mit dem Platinum‐Rating von EcoVadis zu den Top‐1‐Prozent der nachhaltigsten Unternehmen weltweit. Im Frühjahr 2026 wurde DEKRA als erstes Prüflabor für biometrische KISysteme gemäß dem EU AI Act offiziell akkreditiert.
DEKRA legt mit netinsight die Grundlage für eine zentrale Planung und Verrechnung weltweiter IT‐Services
IT‐Servicekosten zentralisiert steuern
Mit der Strategie 2030+ setzt DEKRA gezielte Wachstumsimpulse in den Bereichen Mobilität, Digitales Vertrauen und Nachhaltigkeit. Intern treibt Chief Digitalization Officer (CDO) Petra Finke die Digitale Transformation voran. Ihr Ziel: Technologien sollen so verständlich und zugänglich werden, dass Mitarbeitende sie souverän einsetzen können und die digitale Entwicklung weiter an Tempo gewinnt. Neben modularen Plattformen und digitalen Services trägt dazu auch die Neuausrichtung hin zu einer hybriden IT mit zentralen und dezentral erbrachten Services bei.
Das verspricht Effizienzgewinne, erfordert aber im Bereich IT‐Finanz management (ITFM) zunächst einmal hohen Organisationsaufwand, internationale Transparenz und Standards im zentralen IT‐Controlling & IT Financial Management in Stuttgart. „Die Zahl der von uns im ITFM verwalteten IT‐Services hat sich dadurch innerhalb der letzten Jahre verfünffacht“, skizziert DEKRA ITFM Manager Julian Sauer die steile Wachstumskurve.
Steigende Komplexität als zentrale Herausforderung
Der eigentliche Knackpunkt ist nicht nur die wachsende Zahl an Services, sondern vor allem ihre hohe Komplexität. „Wir unterscheiden zwischen End‐ und Pre‐Services – und teilweise sind mehrere Pre‐Service‐Ebenen ineinander verschachtelt“, erklärt Sauer. Das Ergebnis ist ein komplexes Servicemodell, das die IT‐Servicekosten transparenter machen soll, aber schwer zu steuern und nachzuvollziehen ist. Das bisherige Excel‐basierte Modell stieß dabei klar an seine Grenzen: „Verschiedene Templates und Versionierungen, unterschiedliche Darstellungen, eine inkonsistente Datenbasis – oft waren Planungen nur mit Hilfe der ursprünglichen “Ersteller” nachvollziehbar“, berichtet Lukas Eichhorn (IT‐Controlling & IT Financial Management, DEKRA SE).
Die Entscheidung für eine ITFM‐Softwarelösung war daher naheliegend und wurde durch den DEKRA‐Vorstand von Beginn an aktiv unterstützt.
netinsight überzeugt durch Anpassungsfähigkeit
Um die passende Lösung zu finden, erstellte das DEKRA‐Projektteam eine gewichtete Bewertungsmatrix. Drei Anforderungen standen dabei ganz oben: intuitive Kostenplanung, transparente Darstellung von Kosten und Erlösen und möglichst geringe Eingriffe in bestehende Prozesse.
Im Auswahlprozess wurde netinsight als Lösung identifiziert, die die definierten Anforderungen an Transparenz, Flexibilität und Integration erfüllt. Denn obwohl die nicetec‐Software viele DEKRA‐Anforderungen bereits im Standard abbildet, war klar, dass einzelne Besonderheiten über die flexible Konfiguration der Lösung abgebildet werden mussten: „ITFM‐Lösungen setzen in der Regel auf einer Jahreskostenplanung auf. Wir kalkulieren viele unserer Services aber über mehrere Jahre hinweg“, erläutert IT‐Controller Lukas Eichhorn. „Die Lösung ermöglicht die Abbildung spezifischer Anforderungen, etwa mehrjähriger Kalkulationsmodelle.“

Enger Zeitplan erfordert klare Prioritäten
Der Startschuss erfolgte im Februar 2025, der nächste Planungs‐ und Kalkulationszyklus der IT‐Servicekosten begann bereits Anfang April. „Zwischen Kick‐off und Go‐live lagen also gerade einmal acht Wochen“, erinnert sich Julian Sauer, der das Einführungsprojekt gemeinsam mit seinem Kollegen Lukas Eichhorn verantwortete. Um den Zeitplan zu halten, setzte das Projektteam klare Prioritäten und konzentrierte sich zunächst auf die Plankostensteuerung. „Das war der entscheidende erste Schritt“, blickt Lukas Eichhorn zurück.
Parallel dazu waren umfangreiche Umsetzungen notwendig: Aufbau der Infrastruktur in der DEKRA Cloud, Migration der Daten, Konfiguration und Kalkulation der Mehrjahresplanung und natürlich Schulungen für Team und Service Owner. Auch eine gemeinsame Fachsprache musste erst entwickelt werden, was die Zusammenarbeit zusätzlich gestärkt hat. „Die Zusammenarbeit war durchweg konstruktiv und geprägt von einer klaren Lösungsorientierung“, betont der ITFM‐Manager.
Planungstransparenz auf Knopfdruck
Go‐live wie geplant im April 2025: „Das war ein regelrechtes AHA‐Erlebnis“, erinnert sich Lukas Eichhorn. „Statt isolierter Excel‐Tabellen konnten wir die Plankosten für unsere IT‐Services nun erstmals auf Knopfdruck Ende‐zu‐Ende analysieren.“
Seitdem wurde der ITFM‐Prozess kontinuierlich ausgebaut: Ein monatlicher Ist‐ Kosten‐Abgleich ermöglicht eine faktenbasierte Steuerung und bessere Kostenoptimierung.
Der größte Mehrwert: deutlich mehr Transparenz. So konnten beispielsweise fehlerhafte Tagessätze identifiziert werden. „Abweichungen, die direkte Auswirkungen auf die Kosten hatten “, so Julian Sauer. Fehler, die früher unentdeckt blieben, werden jetzt sofort sichtbar.
Auch bislang nicht berücksichtigte Kosten werden nun erkannt. Services können dadurch realistisch bewertet und kalkuliert werden. Zudem verfügt DEKRA jetzt über eine belastbare Grundlage für fundierte Entscheidungen im IT‐Management. Und das trägt messbar zur Optimierung der IT‐Kostenstruktur bei.

Weiterer Ausbau der ITFM‐Lösung geplant
Damit hat DEKRA einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem automatisierten IT Financial Management erreicht. Langfristig soll die Lösung nicht nur für Transparenz sorgen, sondern auch den tatsächlichen Wert von IT‐Services messbar machen. „Mithilfe der Lösung lassen sich zentrale Fragen zu Kosten, Nutzung und Optimierungspotenzialen sämtlicher Services gezielt beantworten“, betont Lukas Eichhorn. Auch die Verrechnung der IT‐Servicekosten an die Service‐Empfänger soll künftig über die Lösung automatisiert erfolgen. „Die Grundlage ist geschaffen – nun liegt der Fokus auf der weiteren Skalierung und Nutzung der Potenziale “, resümiert Sauer.

Als weltweit tätige Expertenorganisation steht DEKRA seit Jahrzehnten für Sicherheit, Qualität und Vertrauen. Ob Fahrzeugprüfung, Industrieprüfung, Arbeitssicherheit oder digitale Lösungen – DEKRA unterstützt Unternehmen unterschiedlichster Branchen mit umfassender Expertise und innovativen Dienstleistungen. Dabei verfolgt das Unternehmen das Ziel, Sicherheit und Nachhaltigkeit in einer zunehmend vernetzten Welt aktiv mitzugestalten. Lesen Sie in dieser Case Study, welche Herausforderungen im Projekt gemeistert und welche Ziele erfolgreich umgesetzt wurden.
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